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Als Küche wird ein Raum innerhalb einer Wohnung, einer gastronomischen Einrichtung oder einer Einrichtung zur Gemeinschaftsverpflegung bezeichnet, der vorwiegend zur Zubereitung und teilweise zur Lagerung von Speisen genutzt wird. Neben ihrer reinen Funktion als Ort der Zubereitung von Nahrung, ist die Küche im Laufe ihrer Entwicklungsgeschichte immer wieder ein bestimmendes Element der Entwicklung von Wohnformen und Abbild gesellschaftlicher Strukturen gewesen. Heute sind Küchen je nach Verwendungszweck und Hintergrund sehr differenziert und nicht nur als reine Kochlokation im Gebrauch. Waren Küchen früher reine Funktionsanlagen, sind heutige Küchen teilweise auch Ausdruck des persönlichen Lebensstils. Zur Grundausstattung moderner Privatküchen gehört neben Herd und Ofen auch eine Spüle, ein Kühlschrank sowie in zunehmenden Maße eine Mikrowelle und eine Geschirrspülmaschine. Spezielle Anforderungen an Sonderformen der Küche bedingen teilweise erhebliche Unterschiede in Ausstattung und Nutzung.
Lange Zeit waren Küche und Wohnraum untrennbar miteinander verbunden. Zum einen war oft die Küche der einzig beheizbare Raum, zum anderen konnte die Hausfrau während der Küchenarbeit die Kinder beaufsichtigen. Da Küchendämpfe Feuchtigkeit bedeuteten und zusammen mit den Gerüchen den Aufenthalt unangenehm werden ließen, nahm oftmals die Trennung zwischen Wohnbereich und Küchenbereich mehr und mehr zu. Kompaktere Bauweisen, die ab 1945 Einzug in die Architektur hielten, gaben Einbauküchen den Vorrang. Heutige Küchentechnik, zum Beispiel Dunstabzugshauben erlauben eine Rückkehr zur Verbindung von Wohnraum und Küche. Nicht nur Familienwohnungen, in denen die Gemeinsamkeit im Vordergrund steht, auch kleine Singlewohnungen, in denen optimale Raumnutzung ein wichtiges Kriterium ist, verbinden Koch- und Wohnraum miteinander.
Bereits zu Zeiten der Römer finden sich öffentliche Garküchen. In Rom wurden diese sogar bevorzugt zur Versorgung der Bevölkerung genutzt, da viele der großen Häuser keine individuellen Küchen enthielten.
Besonders an Pilgerwegen oder Reiserouten zu Handelszentren bildeten sich im Mittelalter einfache Gasthäuser, Schenken und Gasthöfe aus. Diese unterschieden sich aber kaum von den Küchen der üblichen Häuser der Bevölkerung und besaßen allenfalls größere und auf mehr Reisende ausgerichtete Einrichtungen und Werkzeuge.
Mit der französischen Revolution wurden viele der Küchenmeister des Adels arbeitslos und einige davon eröffneten in Folge Restaurationen, aus dem unser heutiger Begriff 'Restaurant' abgeleitet wird. Es ist wahrscheinlich, dass bestimmte Unterschiede der Gastronomieküche und ihrer Einrichtung aus diesem Umstand abgeleitet ist.
Küchen, die zur gewerblichen Zubereitung von Speisen genutzt werden, unterliegen in den meisten Ländern Gesundheits- und Hygienevorschriften, deren Einhaltung in regelmäßigen Abständen überprüft wird. Zudem ist eine effiziente Speisenzubereitung auch unter Zeitdruck notwendig. Vor allem aus diesen Gründen wird in der Gastronomie mehr Wert auf Funktion als auf Design gelegt. Edelstahl ist ein in Profiküchen häufig anzutreffendes Material, da es hygienisch, dauerhaft und leicht zu reinigen ist.
Um die Effizienz zu steigern, gilt in Gastronomieküchen eine strikte Hierarchie und Aufgabenteilung. Ausgehend vom Küchenchef ist die Küchenbrigade sowohl in Ausbildungsebenen, als auch in Speisegruppen eingeteilt.
Die Notwendigkeit eine Vielzahl von Gerichten auf Wunsch des Gastes zuzubereiten, hat in den meisten Restaurants das System des „Mise en place“ entstehen lassen, welches wiederum durch geeignete Einrichtungsgegenstände und Geräte unterstützt wird. Hierbei werden die Zutaten für alle Tagesgerichte auf der Karte vorbereitet, gerüstet und in geeigneten Behältern frisch gehalten, Gemüse werden teilweise bereits blanchiert etc. Dies erfordert bestimmte Spezialeinrichtungen in Gastronomieküchen, um größere Mengen vorbereiteter Zutaten je nach Verwendungszweck gekühlt oder vorgewärmt an den Arbeitsplätzen der Köche zu halten. Dazu wurden so genannte „Gastronormbehälter“ entwickelt, deren Größen aufeinander aufbauen und die deswegen zum Beispiel gut in entsprechende Kühlwannen oder Wasserbäder passen.
Eine gewerblich geführte Küche gilt als Großküche, wenn sie täglich über 200 warme Essen kocht und mindestens acht Mitarbeiter bei Betriebszeit im Dienst hat.
Seite „Küche“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 14. Mai 2010, 15:09 UTC. URL:
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(Abgerufen: 21. Juni 2010, 06:48 UTC)
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